Treppensteiger – im Team mobil

Auch wenn kein Treppenlift eingebaut werden kann oder darf, lassen sich Treppen mit Rollstuhl mühelos überwinden. Eine einfache Lösung hierfür ist der Treppensteiger. Wie die praktische Mobilitätshilfe funktioniert und was sie kostet, erfahren Sie hier.

Funktionsweise des Treppensteigers

Treppensteiger machen es möglich, dass auch Treppen ohne Treppenlift mit einem Rollstuhl überwunden werden können. Und so funktioniert’s:

  1. Treppensteiger
    Treppensteiger © Alber GmbH
     Zunächst muss der Rollstuhl mit dem Treppensteiger verbunden und gesichert werden.
  2. Anschließend lässt sich der Rollstuhl mithilfe des eingebauten Räder- oder Raupensystems im Treppensteiger treppauf und treppab bewegen. Dank elektronischen Antriebs ist dafür keine Körperkraft nötig – allerdings braucht es eine Begleitperson, die den Treppensteiger bedient.
  3. Am Ende der Treppe angekommen können Rollstuhl und Rollstuhlfahrer mit wenigen Handgriffen wieder vom  Treppensteiger getrennt werden.

Treppensteiger statt Treppenlift – vielseitig, mobil & günstig

Der Treppensteiger bietet zahlreiche Vorteile gegenüber einem Treppenlift: So muss er weder genehmigt noch eingebaut werden und bewältigt auch steile, enge oder gewendelte Treppen, an denen eine Treppenliftmontage nicht möglich ist.

Hinzu kommt, dass die Kosten für einen Treppensteiger deutlich geringer sind als für den Einbau eines Treppenlifts. Und nicht zuletzt lässt sich der Treppensteiger jederzeit überallhin mitnehmen. Wird er nicht gebraucht können die meisten Modelle leicht und platzsparend zusammengeklappt oder zerlegt werden.

Der einzige Nachteil: Während sich ein Treppenlift von Rollstuhlfahrern eigenständig und ohne Hilfe nutzen lässt, muss für die Benutzung eines Treppensteigers immer eine Hilfe zur Verfügung stehen. Sie wollen auch ohne Treppenlift unabhängig sein? Dann ist vielleicht eine Treppenraupe das richtige Hilfsmittel für Sie.

Kosten eines Treppensteigers

Abhängig vom jeweiligen Modell und Hersteller unterscheidet sich der Anschaffungspreis eines Treppensteigers deutlich. In der Regel bewegen sich die Kosten für einen Neukauf aber etwa in der Preisspanne von 3.500 bis 6.500 Euro.

Deutlich günstiger erhalten Sie dagegen gebrauchte Treppensteiger: Schon für 1.000 bis 2.000 Euro gibt es gut gepflegte Geräte aus zweiter Hand zu kaufen.

  Achtung

Erkundigen Sie sich bei einem Gebrauchtkauf unbedingt nach den Besitzverhältnissen. Wurde der Treppensteiger beispielsweise von der Krankenkasse finanziert, gehört er auch der Kasse und muss nach der Nutzung zurückgegeben werden.

Der Treppensteiger wird nur für eine kurze Zeit benötigt? Dann gibt es häufig auch die Möglichkeit, ein Gerät zu mieten. Je nach Anbieter fallen dafür monatlich ca. 150–350 Euro an.

Sie wollen sich ein Modell genauer anschauen? Dann lesen Sie hier unseren Beitrag zum Scalamobil von Alber.

Die wichtigsten Fakten zum Treppensteiger im Überblick

Eigenschaften:
Höhe x Breite: ca. 1,5 m x 0,5 cm
Eigengewicht: ca. 25 kg
Tragfähigkeit: ca. 200 kg
Anwendung:
  • leicht und platzsparend zusammenklappbar
  • für Innen- und Außenbereich nutzbar
  • für alle Treppen ab 70 cm Breite verwendbar
  • genehmigungsfrei einsetzbar
  • keine baulichen Maßnahmen nötig
  • Begleitperson erforderlich
Kosten:
  • ab ca. 4.000 Euro (neu) bzw. 1.000 Euro (gebraucht)
  • teilweise Erstattung durch Krankenkasse oder Sozialhilfe möglich
Ausstattung:
  • Halterung für Rollstuhl und/oder
  • Sitz und Armlehnen zum Abklappen (auch nutzbar ohne Rollstuhl)

Treppensteiger oder Treppenlift – die Entscheidungshilfe vom Profi

Für schwierige Treppen und enge Räumlichkeiten ist ein Treppensteiger optimal. Und auch unterwegs bietet er größtmögliche Flexibilität – vorausgesetzt, eine Begleitung steht bereit, die das Gerät sicher bedienen kann. Günstig, platzsparend zusammenklappbar und nicht im Weg, wenn er nicht gebraucht wird: Ein Treppensteiger ist ein praktischer Helfer.

Wer allerdings unabhängig sein und sich auch ohne Hilfe bewegen möchte, sollte lieber auf den kostenintensiveren Plattformlift setzen, der zuhause fest installiert wird. So sind Sie nicht auf Unterstützung angewiesen, sondern können sich selbstbestimmt von einer Etage in die andere begeben. Sie sind noch unentschieden, was die beste Lösung für Sie ist? Dann nutzen Sie unseren kostenlosen Service und füllen Sie hier unseren Fragebogen aus. Wir finden für Sie die passenden Anbieter – und Sie können mit den Fachexperten im direkten Gespräch klären, welche Mobilitätshilfe sich für Sie empfiehlt. Probieren Sie es aus und finden Sie den besten Treppenlift für Ihre Situation.

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