Treppenraupe – selbständig Treppen meistern

Wo es keine Treppenlifte gibt, ist man als Rollstuhlfahrer auf Rampen, Fahrstühle oder ebene Zugänge angewiesen. Aber noch nicht alle Orte sind barrierefrei erreichbar. Abhilfe schafft eine Treppenraupe, mit der sich auch im Rollstuhl Treppen mühelos bewältigen lassen. Alles Wichtige zur Treppenraupe lesen Sie hier auf Deutsche-Treppenlift-Beratung.

Die passende Treppenraupe für jede Situation

Weigl Treppenraupe
Treppenraupe mit Steuerung © Weigl

Ob mit Hilfsperson oder in Eigenregie, mit Rampe oder ohne, für Innenräume oder den Einsatz unter freiem Himmel – alle Treppenraupen-Modelle werden elektronisch betrieben und lassen sich dahrer ganz ohne Kraftaufwand bedienen. So können Treppen auch im Rollstuhl überwunden werden.

Zwei Einschränkungen gibt es allerdings: Treppensteiger können nur gerade Treppen mit einer Steigung von maximal 35° erklimmen. Sie sind daher nicht einsetzbar in Häusern und Wohnungen mit engen, steilen und gewendelten Treppen.

Ideal ist die Anwendung daher vor allem für Bereiche mit großzügigen, flachen und geraden Treppen. Vielfach eingesetzt wird eine Treppenraupe zum Beispiel in Altenheimen, Krankäusern, Arzt-, Therapeuten- und Rehapraxen, Schulen, Ämtern und Museen aber auch im öffentlichen Raum, beispielsweise zur Überbrückung von Unterführungen.

Und so funktioniert’s:

Ähnlich dem Treppensteiger wird auch bei der Treppenraupe der Rollstuhl direkt am Gerät festgemacht oder aber auf einer Rampe fixiert. Praktische Sicherheitsgurte garantieren, dass Rollstuhl und Insasse gefahrlos transportiert werden.

Dann kann es losgehen: Knopf drücken und bequem die Treppe erklimmen.

  Gut zu wissen!

Ein selbsthemmendes Schneckengetriebe sorgt dafür, dass auch ein Stehenbleiben auf der  Treppe gefahrlos möglich ist.

Leicht und sicher jede Treppe bewältigen

Die genaue Benutzung der Treppenraupe hängt von dem jeweiligen Modell ab. Die übliche Ausstattung für maximale Sicherheit und große Bedienfreundlichkeit umfasst:

1.       Sicherung des Rollstuhls und Rollstuhlfahrers

2.       selbsthemmendes Schneckengetriebe für Verlangsamung und Stehenbleiben auf der Treppe

3.       einfache Steuerung auf Knopfdruck

4.       Batteriebetrieb mit automatischer Aufladefunktion

5.       Raupenbänder für Treppen mit unterschiedlichsten Oberflächen

Treppenraupe – die Alternative zu Treppenlift und Treppensteiger

Anders als ein Treppenlift muss die Treppenraupe weder eingebaut noch genehmigt werden: einfach in Betrieb nehmen und fertig!

Ähnlich wie der Treppensteiger ist auch die Treppenraupe deutlich günstiger in der Anschaffung als ein Treppenlift – ganz so wenig für einen Treppensteiger bezahlt man allerdings nicht für eine neue Treppenraupe. Dafür kann man sich als Rollstuhlfahrer mit Selbstfahrerraupe ganz unabhängig und selbstständig fortbewegen. Einzelne Modelle lassen sich auch zusammenklappen, insgesamt aber ist eine Treppenraupe deutlich sperriger und schwerer als ein Treppensteiger. Die Vor- und Nachteile hier noch einmal im Überblick:

 

  Treppensteiger Treppenraupe Treppenlift
genehmigungsfrei      
ohne Umbaumaßnahmen      
Kostenpunkt €€ €€€
selbstständiges Treppensteigen
(ohne Hilfe)
     

Das kostet eine Treppenraupe

Je nach Ausstattung und Hersteller müssen Sie unterschiedlich hohe Kosten für die Anschaffung einplanen. Einzelne Selbstfahrer-Treppenraupen erhalten Sie neu bereits ab ca. 3.000 €, Modelle mit Begleitführung schlagen dagegen mit min. 5.000 € zu Buche. Plattformtreppenraupen sind mit die teuersten Varianten dieser Mobilitätshilfe, ihre Preise liegen noch über denen für Modelle ohne Plattform.

  Tipp der Redaktion

Als anerkanntes Hilfsmittel kann die Anschaffung einer Treppenraupe in bestimmten Bedarfsfällen auch von der Krankenkasse bzw. dem Sozialamt unterstützt werden.

Die wichtigsten Infos zur Treppenraupe auf einen Blick

Eigenschaften:
Länge x Höhe  x Breite: 1,20–1,60 m x 1,00–1,20 m x 69–75 cm
(Modelle mit Begleitperson, niedriger bei Selbstfahrern)
Eigengewicht: ca. 65–115 kg
(abhängig von der Ausführung)
Tragfähigkeit: ca. 160–200 kg
(Rollstuhl & Fahrer)
Anwendung:
  • für Innen- und Außentreppen nutzbar

  • für gerade Treppen ab 1,0 m Breite verwendbar

  • maximale Steigung: 35°

  • Begleitperson erforderlich (außer Selbstfahrermodell)

  • leichtes Manövrieren auf Treppenabsätzen

Kosten:
  • Ø ab ca. 6.000 Euro (neu) bzw. 2.500 Euro (gebraucht)

  • teilweise Erstattung durch Krankenkasse oder Sozialhilfe möglich

Besonderheiten:
  • Ausstattung mit Rampe möglich

  • zusammenklappbare Modelle erhältlich

  • keine Genehmigung erforderlich

  • keine baulichen Maßnahmen nötig

  • Einsatz auch bei Stromausfall

Gut beraten: Treppenraupe statt Treppenlift

Ist eine Umbaumaßnahme für einen Treppenlift nicht umsetzbar oder finanzierbar, kann eine Treppenraupe schnell und einfach für barrierefreien Zugang sorgen.  Nötig sind allerdings Treppen von mindestens einem Meter Breite mit einer maximalen Steigung von 35° – sonst kann das Gerät nicht sicher betrieben werden. Sie benötigen eine Treppenraupe oder wollen einen Treppenlift installieren lassen? Dann vertrauen Sie auf unsere Expertise: Wir vermitteln Ihnen die passenden Anbieter für Ihr Anliegen! Füllen Sie hier unseren Fragebogen aus und wir finden 1–3 Anbieter in Ihrer Nähe für Sie. Probieren Sie es aus und finden Sie die beste Mobilitätslösung für Ihre Situation.

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