Treppenlift kaufen – darauf sollten Sie achten!

Wenn die Beweglichkeit eingeschränkt ist, kann die Anschaffung eines Treppenlifts wieder Lebensqualität und Unabhängigkeit zurückbringen. Allerdings sollte der Kauf gut überlegt sein, denn die Kosten für einen Treppenlift liegen relativ hoch. Was Sie bei der Auswahl bedenken müssen und wie Sie den passenden Treppenlift finden, lesen Sie hier auf Deutsche-Treppenlift-Beratung.

Welches Modell soll es sein?

1. Gesundheitliche Voraussetzungen

Sind Sie auf einen Rollstuhl angewiesen oder sind Sie schwach auf den Beinen? Haben Sie dauerhafte gesundheitliche Probleme, sind die Gelenke betroffen? Je nachdem, welche körperlichen Einschränkungen Sie haben, sollten Sie ein entsprechendes Treppenliftmodell wählen:

  • Plattformlifte – für Rollstuhlfahrer
  • Sitzlifte – bei körperlichen Einschränkungen wie Schwäche
  • Stehlifte – bei körperlichen Einschränkungen in der Beweglichkeit

2. Bauliche Voraussetzungen

Benötigen Sie eine Hilfe zur Überwindung von Treppen im Außen- oder im Innenbereich? Verläuft die Treppe gerade oder um eine oder mehrere Kurven? Wie steil ist die Treppe? Ist die Treppe besonders eng oder großzügig breit gebaut? Abhängig vom Einsatzbereich muss der Treppenlift auf die baulichen Voraussetzungen vor Ort angepasst werden:

  • Treppenlifte für gerade Treppen stellen den Standard in der Treppenlifttechnik dar und sind daher auch häufig die günstigsten Modelle.
  • Treppenlifte für kurvige Treppen sind mit aufwendiger Technik ausgestattet, damit der Lift auch um die Kurve geführt werden kann. Laufschienen sind entweder an der Wandseite oder an der Geländerseite montierbar.
  • Treppenlifte für enge Treppen bieten häufig abklappare Sitze und Stehflächen mit Sicherungen, sodass bei Nichtbetrieb die Treppe weiter begehbar bleibt.
  • Treppenlifte für den Außenbereich werden entweder mit wetterfester Abdeckung ausgestattet oder aus wetterbeständigen Materialien gefertigt. In der Regel sind diese Modelle abschließbar, um den Missbrauch zu verhindern.

  Achtung

Bei Wendeltreppen oder besonders steilen Ausführungen lässt sich häufig kein Treppenlift einbauen. Hier gibt es die Möglichkeit, auf einen Treppensteiger auszuweichen – für den Betrieb ist allerdings immer eine Begleit- bzw. Hilfsperson nötig. Mehr zu dieser Mobilitätshilfe erfahren Sie hier.

Darf ein Treppenlift eingebaut werden?

Bevor es überhaupt um die Anschaffung eines Treppenliftes geht, sollten zunächst die rechtlichen Fragen geklärt werden:

1. Wem gehört die Immobilie und erteilt der Eigentümer die Erlaubnis zur Installation eines Treppenliftes?

Wohnen Sie in Ihrem Eigentum, müssen Sie sich  nicht weiter damit beschäftigen. Betrifft die bauliche Veränderung allerdings Gemeinschafts- oder Fremdeigentum, brauchen Sie eine schriftliche Baugenehmigung. Achtung bei Eigentumswohnungen:  Das Treppenhaus in einem Mehrfamilienhaus ist Gemeinschaftseigentum. Das heißt, Sie benötigen die Einverständnis der Eigentümergemeinschaft, um einen Treppenlift einbauen zu können.

  Tipp der Redaktion

In manchen Fällen können Sie auch unabhängig vom Einverständnis des Eigentümers die Baugenehmigungerstreiten. Grundsätzlich muss dem nachträglichen Einbau eines Treppenlifts nämlich zugestimmt werden, weil nach dem BGB ein Anspruch auf barrierefreien Zugang zur Wohnungbesteht (§ 554a Abs. 1 BGB). Eine Ausnahme besteht aber, wenn es sich um historische Gebäude handelt oder das Interesse anderer Mit-Mieter dadurch beeinträchtigt werden. Im Zweifelsfall müssen die jeweilige Interessen in einem Gerichtsverfahren gegeneinander abgewogen werden.

2. Werden mögliche Fluchtwege von dem Treppenlift nicht behindert und sind alle Vorgaben zum Brandschutz weiter erfüllt?

Gerade bei gemeinschaftlich genutztem Eigentum sind Treppen Teil der notwendigen Rettungswege. Diese Funktion darf durch den Einbau eines Treppenliftes nicht behindert werden. Prüfen Sie daher unbedingt die jeweilige Bauordnung Ihres Bundeslandes (LBO) bzw. die Übereinstimmung mit der technischen Baubestimmung nach DIN 18065.

Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Je nach Modell, Ausführung, Ausstattung und Hersteller werden 4.000 bis zu 20.000 € für die Installation eines Treppenliftes fällig. Die entscheidenden Faktoren für die Preisgestaltung sind vor allem:

  • Soll ein günstiger Sitzlift eingebaut werden oder ist ein teureres Sitz-/Stehlift-Modell gewünscht? Soll der Lift für Rollstuhlfahrer Platz bieten (Plattformlift)?
  • Wie sehr muss der Treppenlift angepasst werden? Gibt es viele bauliche Besonderheiten, die zu berücksichtigen sind?
  • Wie soll die Ausstattung des Treppenliftes aussehen? Werden zusätzliche Elemente gewünscht oder ist der Standard ausreichend?
  • Kann ein gebrauchter Treppenlift übernommen werden oder muss ein neues Modell konfiguriert und installiert werden?
  • Liegt eine Baugenehmigung vor oder muss diese erst eingeklagt werden? Fallen zusätzliche Kosten für die rechtliche Beratung an?
  • Wie aufwendig ist die Installation? Muss der Baubestand angepasst/verändert werden oder lässt sich der Treppenlift einfach in den Baukörper integrieren?

  Tipp der Redaktion

Seit dem 1. Januar 2015 unterstützt die Pflegekasse Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes: Nach dem neuen Pflegestärkungsgesetz können pro Person bis zu 4.000 € zugezahlt werden, wenn die Förderung bei der Pflegekasse beantragt wird.

Treppenliftkauf – am besten mit professioneller Unterstützung

Der Kauf eines Treppenlifts ist eine große Entscheidung, die viel Überlegung braucht: Nicht nur das richtige Modell muss gefunden werden, auch die rechtlichen und baulichen Voraussetzung müssen stimmen, damit der Betrieb eines Treppenlifts überhaupt möglich wird. Daher sollten Sie sich in jedem Fall professionelle Unterstützung holen, die Sie in allen wichtigen Fragen berät. Unser Service: Wir finden die richtigen Anbieter für Sie! Füllen Sie hier unseren Fragebogen aus und wir vermitteln Ihnen Treppenliftanbieter für Ihre Anforderungen. So erhalten Sie die beste Beratung und das beste Angebot.

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